Jenesien wird gemeinhin auch als „kleine Schwester Bozens“ bezeichnet, doch wie das in Familien oft so ist, haben die beiden eigentlich recht wenig gemein.
Jenesien bietet mir immer wieder ein Refugium, wenn ich dem Treiben der Stadt kurzfristig entsagen will. Meistens nutze ich dazu die Seilbahn, denn schon beim „Hinaufschweben“ vergisst man, dass man noch vor 15 Minuten im Zentrum von Bozen war.
Ob mit dem Mountainbike oder zu Fuss. Bei der Durchquerung der ausgedehnten Lärchenwälder und Wiesen des fast ebenen Saltens hat man einen beeindruckenden Ausblick auf das Dolomitenmassiv und vor allem im Frühjahr wie im Herbst geniesse ich diese Gegend besonders.
Wenn man diese rotglühenden Berge morgens oder abends sieht, versteht man auch, warum Jenesien mit dem Slogan „Sonnendorf“ wirbt. Und obwohl das Gebiet touristisch recht gut erschlossen ist, haben sich die Wirte und Bauern doch diesen kernigen, alpinen Charme erhalten, der einen Städter immer wieder einkehren lässt. Zahlreiche urige Gasthäuser laden entlang der Wege und auch bei der Rückkehr nach Bozen - welche problemlos zu Fuss zu bewältigen ist - zum Schmausen ein.
Was in Jenesien natürlich nicht fehlen darf, ist ein Ausritt auf einem Haflinger. Diese gutmütigen Gebirgsponys geben auch einem Anfänger das Gefühl, dass das Glück dieser Erde wirklich auf dem Rücken der Pferde liegen muss.
Im Winter finden Pferdeschlitten- und Skijöringrennen statt, ein Spektakel, dass man sehen sollte.
Meereshöhe: 1.087m
Einwohner: 2.700
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H = Hotel/Residence
G = Gasthof
P = Pension/Garni/Appartement
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