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Die Qualität biologischer Lebensmittel

BIOLAND... damit Qualität kein leeres Versprechen ist!

Mit jedem Einkauf beeinflussen Konsumenten die Qualität des Lebensmittelangebotes. Sie können Ware mit minderer Qualität oder unerwünschten Eigenschaften zum Ladenhüter degradieren und Produkte hoher Qualität auf die Bestsellerliste setzen. Qualitätsziele für Lebensmittel im Biolandbau sind Naturbelassenheit, Nährstoffreichtum und Schadstoffarmut.

Biogemüse ist nitratärmer und die Pestizidbelastung bei Biogemüse und Obst ist wesentlich geringer, aufgrund der allgemeinen Umweltbelastung aber nicht auszuschließen. Biolebensmittel enthalten mehr Inhaltsstoffe: Biogemüse enthält weniger Wasser, Bioäpfel sind reicher an sekundären Pflanzenstoffen (Phenolen) und Vitamin C. Weitere Studien deuten auf höhere Gehalte anderer Nährstoffe hin, die teils die Entstehung von Erbgutschäden bzw. Krebs hemmen oder die Haltbarkeit erhöhen.

Artgerechte Tierhaltung wie sie bei Bioland- Betrieben umgesetzt wird bedeutet auch Krankheitsvorsorge. Hormone zur Vorbeugung und Antibiotika als Masthilfe oder vorbeugendes Medikament sind im Biolandbau verboten! 1997 wurde in der gesamten Tierproduktion in Europa etwa die gleiche Menge Antibiotika (5.093 t) verbraucht, wie in der Humanmedizin (5.400 t). Insbesondere der vorbeugende Einsatz von Antibiotika führt zu Resistenzen bei Krankheitserregern und damit zur Unwirksamkeit des Medikaments. Bioland trägt zu dieser Entwicklung NICHT bei. Im Biolandbau stehen Gesundheit, Vitalität und Widerstandskraft der Tiere als gleichrangige Ziele neben der Leistungsfähigkeit. Antibiotika zur Leistungssteigerung sind absolut tabu. Biotiere werden zu Gunsten ihrer Gesundheit nicht auf Hochleistung getrimmt. Das Biofutter wird überwiegend im eigenen Betrieb erzeugt, so weiß der Bauer, was seine Tiere fressen. Gentechnisch verändertes Futter oder Tiermehl sind im Biolandbau seit jeher verboten. Auch Futter aus der "Dritten Welt" ist mit den Prinzipien des ökologischen Landbaus nicht vereinbar.

In Biofleisch sind weniger Arzneimittelrückstände zu erwarten: werden beim Biotier Arzneimittel eingesetzt, so muss sich die Wartezeit bis zur Vermarktung der Tierprodukte im Vergleich zur herkömmlichen Ware verdoppeln.

Laut der EG-Bio-Verordnung ist Stress vor und während der Schlachtung zu minimieren. Dies beugt der Entstehung von DFD-Fleisch (dark/ dunkel, firm/fest, dry/trocken) und PSE-Fleisch (pale/blass, soft/weich, exudativ/wässrig) vor: Solches Fleisch schmeckt fade, verdirbt schneller und ist schlechter zu verarbeiten. Und: Biofleisch hat einen höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Durch eine weite Fruchtfolge, sorgsame Bodenbearbeitung, Sorten und Standortwahl werden gesundheitsgefährdende Schimmelpilze beim Biogetreide erfolgreicher bekämpft als durch Pestizide. Die vielfältigere Wildkrautflora verringert zudem die Anfälligkeit gegenüber Pilzen. Für die Aromatisierung von Biolebensmitteln sind nur natürliche Aromen und Aromenextrakte erlaubt. Künstliche oder gentechnisch erzeugte Aromen sind unzulässig. In der EU sind 310 Zusatzstoffe für die Lebensmittelverarbeitung zugelassen - für Bioerzeugnisse hingegen nur etwa 50. Bioland setzt nur 26 dieser "Helfer" ein, jedoch keine Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel. Riskante Techniken wie Gentechnik oder ionisierende Bestrahlung sind im Biolandbau verboten! Hinsichtlich des Geschmacks kommen Testpersonen immer wieder zu der Bewertung:
Bio schmeckt besser!
Wir leben in einer geordneten Gesellschaft, die von Normen geprägt ist. Dies schafft Sicherheit und Klarheit. Doch wie farblos und eintönig wird unsere Welt, wenn wir nicht mehr unter verschiedenen Möglichkeiten und Varianten auswählen können. Biobetriebe dürfen und wollen keine Gentechnik einsetzen. Damit ist der Biolandbau eine verlässliche Alternative für Lebensmittel ohne gentechnische Veränderung. Rohstoffherkunft, Zusammensetzung und Herstellungsverfahren eines Lebensmittels sind oft undurchsichtig. Im Biolandbau müssen alle ver- und zugekauften Betriebsmittel dokumentiert werden. Für Bioland Produkte ist zudem eine Volldeklaration der verwendeten Zutaten und Zusatzstoffe vorgeschrieben. Damit ist die Lebensmittelzusammensetzung für die Konsumenten nachvollziehbar.

Schätzungsweise jeder zweite Biolandbauer vermarktet einen Teil seiner Erzeugnisse direkt, hingegen nur jeder zehnte konventionelle Betrieb. Damit sorgt der Biolandbau für mehr Regionalität, kürzere Transportwege der Lebensmittel und die Wertschöpfung bleibt beim Bauern.

Weitere Informationen und Bezugsquellen von biologischen Lebensmitteln direkt vom Bioland-Bauern:

Bioland Bioland Südtirol
Steindlweg 48 - 39018 Terlan
Tel. 0471 25 69 77 - Fax 0471 25 60 62

bioland@bioland-suedtirol.it
www.bioland-suedtirol.it