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Der Südtiroler Biomasseverband

Der Südtiroler Biomasseverband wurde im Jahr 1999 gegründet. Dem Verband gehören mittlerweile 20 Fernheizwerke aus allen Teilen Südtirols an. Aufgabe des Verbandes ist die Koordination von nationalen und internationalen Tagungen auf dem Gebiet der Fernwärmeversorgung, die Organisation von Kursen und Weiterbildung von Mitarbeitern, die Hilfe und Unterstützung bei bürokratischen Angelegenheiten, die umweltfreundliche Entsorgung der Asche, der gemeinsame Einkauf von Biomasse und Austausch von Erfahrungen und Informationen.

Der Südtiroler Biomasseverband ist seit dem Jahr 2003 Mitglied beim Italienischen Biomasseverband FIPER und beim Europäischen Biomasseverband AEBIOM, dem 25 europäische Länder angehören. Ziel aller drei Verbände ist es, die erneuerbaren Energien zu fördern, denn neueste Studien gehen davon aus, dass durch den gewaltigen Wirtschaftsaufschwung in China sowie aufgrund der Krisenherde im mittleren Osten die Erdölreserven bis 2030 aufgebraucht sein werden und durch den verstärkten Umstieg auf Erdgas auch diese Reserven erschöpft sein könnten. Südtirol hat auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien einen enormen Fortschritt gemacht und hat es geschafft, innerhalb eines Jahrzehnts 20% seines Energiebedarfs mit Biomasse abzudecken und somit die durch das Kioto Protokoll gesteckten Ziele nicht nur erreicht, sondern bei weitem überschritten. Die Fernheizwerke werden deshalb in Zukunft auch von dem nun begonnenen Emissions-Handel von CO2 Zertifikaten profitieren.

Südtiroler Biomasseverband Was Südtirol in den letzten Jahren im Bereich umweltfreundlicher Energie geleistet hat ist sicherlich beispielhaft. Trotzdem muss in Zukunft genau bedacht werden wo die Errichtung weiterer Fernheizwerke noch sinnvoll ist. Die zur Verfügung stehende Biomasse könnte knapp werden und dadurch würde eine Preisspirale in Gang gesetzt, welche letztendlich die Wirtschaftlichkeit und den zurzeit günstigeren Preis der KW/Stunde gegenüber fossilen Energieträgern gefährden könnte. In Südtirols Wäldern ist noch ein großes Potential von Biomasse vorhanden, aber auch hier muss erst die Zukunft zeigen, in welchem Ausmaß dieses verstärkt auf den Markt zur Verfügung stehen wird. Die Kosten bei der Schlägerung und Bringung von Holz werden hierfür ausschlaggebend sein. Unser Verband ist deshalb der Meinung, dass ein wenn auch nur vorübergehender Stopp bei dem Bau von neuen Fernheizwerken eingelegt werden sollte, damit beobachtet werden kann, wie sich der gesamte Markt entwickelt.
Unsere Mitglieder werden sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die einzelnen Werke optimal und umweltfreundlich arbeiten, damit auch unsere nächsten Generationen in einer gesunden Umwelt aufwachsen und sich an den Schönheiten unseres Landes erfreuen können.

Südtiroler Biomasseverband Informationen:
Südtiroler Biomasseverband
Bahnhofsstrasse 8 - 39034 Toblach
Tel. 0474 97 32 14

www.biomasseverband.it