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Gute Aussichten für die Umwelt - Technische Innovationen machen es möglich

Fercam Das Nutzfahrzeug, Rückgrat unserer Wirtschaft, ist ein Garant unserer Lebensqualität und unseres Wohlstandes. Mit rund 85 Prozent aller transportierten Güter, gibt es wohl kaum ein Produkt, das auf dem Weg zum Kunden nicht auch vom Transportmittel Nr. 1, dem Lkw, transportiert wird. Während die Verkehrsleistungen der Schiene seit 1970 in etwa konstant geblieben sind, haben sich die Anteile des Lkw am Güterverkehr in Europa auf das Dreifache erhöht. Hinter der Entwicklung steht weniger ein Verdrängungswettbewerb, sondern vielmehr die ungleich höhere Wachstumsdynamik des Lkw, der Dank seiner Flexibilität, Geschwindigkeit, Kostengünstigkeit und optimalen Anpassung, besser als andere Verkehrsträger zur Aufrechterhaltung international wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstrukturen beiträgt. Die Nutzfahrzeughersteller haben die Herausforderung für eine nachhaltige Entwicklung im Güterverkehr längst aktiv aufgegriffen. Durch zahlreiche technische Innovationen ist es Herstellern und Zulieferern gelungen, die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen und die Beeinträchtigung von Mensch und Umwelt durch den Straßengüterverkehr zu minimieren, sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards zu verbessern. Nicht nur, dass sich die Produktivität pro Kilometer um zwei Drittel verbessert hat, sie hat auch zu einer Steigerung der Kapazitätsausnutzung um nahezu zwei Drittel und somit zu einer Reduzierung der gefahrenen Leerkilometer (Leerfahrten) geführt.
Dank neuester fahrzeug- und infrastrukturseitiger Verkehrsleittechniken wird auch im 21. Jahrhundert die Belastung für Straßen und Umwelt trotz zunehmender Transportleistungen nochmals verringert werden. Dafür sorgt beispielsweise der Einsatz der Telematik, die entscheidende Beiträge für eine rationellere Gestaltung des Gütertransportes, eine bessere Nutzung der Kapazitätsreserven, sowie einen Abbau der Belastungen für die Umwelt durch Verringerung des Kraftstoffverbrauchs infolge besserer Auslastung und die Erhöhung der Verkehrssicherheit sorgt.
Die Entkoppelung von Schadstoffemissionen und Fahr- bzw. Transportleistungen im Straßengüterverkehr ist durch eine Reduzierung der Emissionen bei Neufahrzeugen mit 75 Prozent (je nach Schadstoff zwischen 50 und 80 Prozent) im Vergleich zu 1990 längst gelungen.

Fercam


Die beachtlichen Innovationen bei Motoren- und Abgasreinigungstechnik haben die Automobilindustrie in die Lage versetzt, die hohen Ansprüche der Umweltpolitik zur Emissionsminderung zu erfüllen - teilweise sogar schneller und stärker als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Laut Auto Oil II-Programm der Europäischen Kommission werden die Emissionen des Straßengüterverkehrs in Europa bis zum Jahr 2015 gegenüber 1995 um 60 bis 80 Prozent weniger Stickoxide, Kohlenmonoxide, Kohlenwasserstoffe und Dieselpartikel emittieren, obwohl gleichzeitig ein weiterer Anstieg der Fahrleistungen prognostiziert wird.

Fercam


Diese Zahlen zeigen, dass der Straßengüterverkehr mit Hilfe des technischen Fortschritts bei den Abgasemissionen immer mehr aus dem Schussfeld der Kritik gerät.
Zudem werden Nutzfahrzeuge immer sparsamer. Der Kraftstoffverbrauch eines 40 t Lastzuges hat sich seit Anfang der 70er-Jahre um rund ein Drittel verringert. Heute kommt ein solcher Lastzug mit weniger als 34 l auf 100 km aus. Die Nutzfahrzeugindustrie wird den Kraftstoffverbrauch auch in Zukunft weiter verringern.

Fercam


Im Vergleich zu 1970 sind Lkw heute 24-mal leiser. Zwei Dutzend Nutzfahrzeuge sind heute nicht lauter als ein einziger Lkw vor dem Jahr 1970. Weitere Verbesserungspotenziale werden derzeit vor allem im Bereich der Reifen und der Fahrbahngeräusche erforscht. Durch die Erhöhung der Sicherheitstechnik konnte der positive Nebeneffekt erzielt werden, dass Lkw immer weniger in Unfälle mit Personenschäden verwickelt sind.

Fercam


In gleichem Maße wie Hersteller und Zulieferer sind auch z. B. die Straßenbauer gefordert. Für ein effizientes Transportwesen muss eine bedarfsgerechte Infrastruktur zur Verfügung stehen. Ohne ausreichende Straßenkapazität bleibt die Wirtschaft buchstäblich im Stau stecken, der Wachstumsmotor gerät ins Stocken. Lkw, Eisenbahn und Binnenschiff können sich dabei mit ihren jeweiligen Stärken zu einem Gesamtsystem ergänzen, das den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert genügt.