Das Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen
Das Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen kann auf eine zehnjährige Tätigkeit
zurückblicken. Im Jahre 1994 wurde die Genossenschaft - die heute 555
Mitglieder zählt -gegründet. Im Frühjahr des Jahres 1995 wurde mit den
Verlegungsarbeiten und dem Bau des Betriebsgebäudes, sowie mit der Installation
von zwei Biomassekesseln mit einer Gesamtsleistung von 8 MW begonnen.
Bereits im Herbst 1995 wurden die ersten 160 Gebäude an das Fernwärmenetz
angeschlossen und mit Fernwärme aus Biomasse beliefert. Heute werden 85%
der Gebäude in Toblach, öffentliche und private, mit Fernwärme versorgt.

In den Jahren 1997 und 1998 entstand die Idee, zwei Dörfer mit einem einzigen
Fernheizwerk zu versorgen. Diese Idee wurde 1999 umgesetzt und die Nachbargemeinde
Innichen an das Fernwärmenetz von Toblach angeschlossen. Mit dem Verlegungsarbeiten
wurde im August 1999 begonnen und zu Weihnachten desselben Jahres konnten
bereits die ersten Privathäuser und Betriebe, 100 an der Zahl, Fernwärme
vom Fernheizwerk Toblach beziehen. In der Zwischenzeit liegt in der Marktgemeinde
Innichen die Versorgung mit Fernwärme bei 80%.

Nachdem in den letzten Jahren das Interesse an umweltfreundlicher Energie
enorm angestiegen ist, und um die kontinuierliche Wärmelieferung immer
garantieren zu können, wurde im Jahre 2003 das Fernheizwerk Toblach um
einen Neubau erweitert. Nach den Plänen von Baumeister Gabriel Robert,
Ing. Franz Heidolt und Ing. Walter Sulzenbacher entstand ein moderner
Energieversorgungsbetrieb, ausgestattet mit einem Biomassekessel mit 10
MW und einem ORC-Modul mit 1500 kW für die Stromproduktion.
Seit Dezember 2003 wird also im Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen neben
der Fernwärme auch elektrischer Strom aus Biomasse erzeugt. Der produzierte
Strom wird zum Teil für den Eigenbedarf genutzt, der Rest wird in das
Verteilernetz eingespeist.
Als besondere Attraktion (Eröffnung am 25. Juni 2005) entsteht im Fernheizkraftwerk
Toblach-Innichen ein Schaugang, übrigens der einzige dieser Art in Europa,
der es dem Besucher ermöglicht, direkt mitzuerleben, wie aus Holzabfällen
thermische und elektrische Energie erzeugt wird. Der Schaugang ist an
den Wochentagen (Montag bis Freitag) von 9.00 bis 17.00 Uhr für den Besucher
geöffnet. An jedem Donnerstag findet um 16.00 Uhr unter der fachkundigen
Führung eines Mitarbeiters eine Besichtigung durch das Heizwerk statt.
Der Schaugang bildet mit dem Naturparkhaus im Grandhotel, der Wald-Wunder-Welt
und dem Baumdorf Toblach eine Einheit und vermittelt dem Besucher einen
Einblick in die Natur und insbesondere in den Wald, aus welchem die Rohstoffe
für die Erzeugung von umweltfreundlicher Energie bezogen werden.
 |
Informationen:
Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen
Bahnhofsstrasse 8 - 39034 Toblach
Tel. 0474 97 32 14 |