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„Gemeinden mobil“ in Nord- und Südtirol

Interreg IT-AT Kofinanziert im Rahmen des Förderprogramms Interreg IV Italien-Österreich.

In den vergangenen Jahren wurden in Südtirol zahlreiche Initiativen im Öffentlichen Nahverkehr verwirklicht, so wurden Citybusse eingerichtet, die Vinschgerbahn wiedereröffnet, kostenlose Abonnements für bestimmte Bevölkerungsgruppen eingeführt. Gleichzeitig haben verschiedene Südtiroler Gemeinden aktiv Aktionen zur Sensibilisierung zum Thema nachhaltige Mobilität durchgeführt, wie die Teilnahme am autofreien Tag.
Im Jahre 2006 wurde in Nordtirol das Projekt „Gemeinden mobil“ mit 10 teilnehmenden Gemeinden gestartet.
Da das Projekt „Gemeinden mobil“ in Nordtirol bereits sehr erfolgreich angenommen wurde, hat man beschlossen in einem grenzüberschreitenden Interreg IV Italien-Österreich Projekt „Gemeinden mobil“ es auch in Südtirol umzusetzen und gleichzeitig in Nordtirol weiter auszubauen. Die Projektpartner Klimabündnis Tirol und Landesabteilung für Mobilität der Autonomen Provinz Bozen haben gemeinsam das Konzept ausgearbeitet und setzen dieses seit August 2008 um.
Die Ziele des Projektes sind mehrere, aber insbesondere die Anregung der teilnehmenden Gemeinden dauerhafte Aktivitäten zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität umzusetzen.
Das Projekt dauert drei Jahre und hat das Ziel in Südtirol 20 „mobile“ Gemeinden zu gewinnen. Bis Ende 2008 haben bereits 6 Gemeinden ihre Teilnahme zugesagt.
Herzstück des Projektes ist die Einrichtung einer Mobilitätsauskunftsstelle in der Gemeinde. Ein oder mehrere Mitarbeiter der Gemeinde werden zum Mobilitätsberater geschult, damit diese den GemeindebürgerInnen verschiedene Serviceleistungen anbieten können. Dazu gehören Fahrplanauskünfte zu den öffentlichen Verkehrsverbindungen, der gemeindeeigene Taschenfahrplan, Informationspakete für Neuzugezogene, etc. Die Auskunftsstelle steht dem Bürger, aber auch für alle allgemeinen Fragen zum Thema Verkehr in der Gemeinde zur Verfügung. Die Gemeinden werden bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, unter anderem werden lokale Taschenfahrpläne hergestellt, Umgebungspläne erstellt, Informationen zum Projekt auf der Gemeinde-Home-page eingearbeitet, die Mobilitätsberater und Interessierte können sich eine Newsletter abbonieren und bekommen so die aktuellsten Infos zum Projekt, zum Nahverkehr und zu den anstehenden Veranstaltungen und Aktionen. Außerdem steht auch eine Projekt-Homepage mit einem Servicebereich für die Teilnehmergemeinden zur Verfügung.
Es können auch Schulungen zur Benützung der Nahverkehrsmittel für die Bevölkerung bzw. für interessierte Berufsgruppen vor Ort in den Gemeinden angeboten werden.
Natürlich finden diverse Austauschtätigkeiten auch mit den Nordtiroler Partnern und Mobilitätsberater statt, um die Möglichkeit einer grenzüberschreitenden Netzwerkbildung und des Erfahrungsaustausches zu geben.
Ein Teil des Projektes der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol und vom Klimabündnis Tirol sind aber auch Tätigkeiten die an die Allgemeinheit gerichtet sind. Dazu gehören Impulsveranstaltungen zu innovativen Verkehrsprojekten, wie die Verkehrsveranstaltung, die im Herbst 2009 in Bozen stattfinden wird. Außerdem finden Workshops und Schulungen der zuständigen Mobilitätsberater statt.

Abteilung Mobilität - Autonome Provinz Bozen - Südtirol