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IRKIS - Interregionales Kriseninformationssystem

Interreg IT-CH Im Rahmen des Förderprogramms INTERREG Italien-Schweiz 2007 – 2013 startet im Frühjahr dieses Jahres das grenzüberschreitende Projekt „IRKIS - Interregionales Krisen Informations-System“. Projektpartner sind das Amt für Wald des Kantons Graubünden und die Abteilung Brand- und Zivilschutz der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol.

Die Naturereignisse der letzten Jahre haben die positiven Auswirkungen des Naturgefahrenmanagements bei der Verhinderung von Schäden durch präventive Massnahmen aufgezeigt. Gleichzeitig wurden Defizite festgestellt, die im Hinblick auf ein gesamtheitliches Risikomanagementkonzept zukünftig durch gezielte Maßnahmen beseitigt werden sollen.
In diesem Zusammenhang unterstreichen die in der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol und im Kanton Graubünden gesammelten Erfahrungen die große Bedeutung der Intervention und belegen den wachsenden Datenbedarf im Ereignisfall. Im Hinblick auf eine höchstwahrscheinlich durch den Klimawandel hervorgerufene Zunahme von Extremereignissen, können durch eine ausreichende Notfallplanung und eine sach- und zeitgerechte Intervention auch die nach der Errichtung von Schutzbauten verbleibenden Restrisiken minimiert werden. Um die Notfallplanung und die Intervention der Sicherheitskräfte im Ereignisfall zu optimieren, sind gut funktionierende Frühwarnsysteme erforderlich. Außerdem muss eine rasche und sichere Informationsaufbereitung für Entscheidungsträger gewährleistet sein. Die Intervention im Krisenfall erfordert daher eine fundierte Planung und eine ausreichende Vorbereitung.
Das vorliegende Projekt soll die Grundlagen für die Beurteilung der unwetterrelevanten Information vor und während eines Extremereignisses ausbauen und verbessern und diese für die Ereignisbewältigung auf verschiedenen administrativen Stufen aufbereiten. An konkreten Beispielen sollen Interventionsmaßnahmen geplant und umgesetzt werden.
Ergebnis des Projekts ist die Verbesserung der Frühwarnung, des Informationsaustausches und der Notfallplanung. Damit sollen den verantwortlichen Institutionen Kenntnisse und Instrumente zur Verfügung gestellt werden, die sie bei ihrer Arbeit im Ereignisfall unterstützen.
Die Umsetzung der Projektziele wird über folgende Arbeitspakete angestrebt:
• Monitoring- und Frühwarnsysteme
• Informationsplattform und Kriseninformationssystem
• Entscheidungsgrundlagen für Frühwarnung und Intervention
• Notfallpläne und Interventionskarten in Pilotregionen
• Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit
Die Projektaktivitäten werden von beiden Partnern durchgeführt, wobei jeweils speziell auf die gegebenen administrativen und ortsgebundenen Rahmenbedingungen Rücksicht genommen wird.

Abteilung Brand- und Zivilschutz - Autonome Provinz Bozen - Südtirol