Klimabündnis Südtirol
Wir handeln klimafreundlich statt energierig
Klimaschutz warum ?
Der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt kann sich zu einem globalen
Defekt mit katastrophalen Folgen entwickeln, wenn wir nicht in der Lage
sind die Emissionen von treibhauswirksamen Gasen drastisch zu senken.
Durch die Erderwärmung verändern sich weltweit Temperaturen, Bewölkung
und Niederschläge sowie Eisgebiete und damit die Höhe der Meeresspiegel.
Die Folgen: Klimaveränderungen von bisher nicht gekanntem Ausmaß,
Überschwemmungen bis hin zum Verschwinden ganzer Landstriche und Inseln,
Dürreperioden und Ausbreitung der Wüstengebiete, Wirbelstürme,
sintflutartige Regenfälle, Murenabgänge etc. mit allen wirtschaftlichen,
ökologischen und sozialen Folgen.
Daher "Alle reden vom Wetter - wir handeln "
Was ist das Klima-Bündnis ?
Weil eine Brücke vom Wissen zum Handeln gebaut werden muß,
haben 1990 die Delegierten der indigenen Völker Amazoniens mit den
Vertretern europäischer Kommunen gemeinsam beschlossen, nicht länger
auf die Regierungen zu warten, sondern vor Ort gezielte und konkrete Maßnahmen
einzuleiten, um die klimagefährdenden Emissionen zu verringern und
zum Erhalt der Regenwälder beizutragen.
Das Klimabündis mit der zentralen Geschäftsstelle in Frankfurt
hat sich 1992 als Verein konstituiert.
Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 die CO
2 - Emissionen zu halbieren,
die Verwendung von FCKW zu stoppen und auf Tropenholz zu verzichten. Ebenso
erklärtes Ziel ist die Unterstützung der Indianervölker Amazoniens
bei ihren Bemühungen zum Erhalt des tropischen Regenwaldes, d.h. bei
der Sicherung ihrer Landrechte und der nachhaltigen Nutzung ihrer Gebiete.

Die Akteure im Klima-Bündnis nehmen dabei bewußt Ihre Verantwortung zum
Erreichen der gemeinsamen Ziele wahr, wobei die Diversität lokaler
Strategien gefragt ist.
Das Klima-Bündnis in Südtirol
Der Energieverbrauch in Südtirol entspricht in etwa einer Steinkohlemenge,
mit der fast 16.000 Güterwaggone gefüllt werden können,
das dann eine Zuglänge von sage und schreibe 198 km ergibt.
Diesem ernormen Energieverbrauch entgegenzuwirken haben inzwischen 50
Gemeinden in Südtirol beschlossen und sind dem Klima-Bündnis
beigetreten. Die Südtiroler Landesregierung hat ebenfalls das Klima-Bündnis-Manifest
unterschrieben und ist somit assoziiertes Mitglied.
Die Koordinationsstelle "Klimabündnis-Südtirol", die
beim Amt für Luft und Lärm angesiedelt ist, unterstützt
die Mitgliedsgemeinden in ihren Klimaschutzaktivitäten. Die Handlungsfelder
sind die kommunale Energiewirtschaft, Gebäude und öffentliche
Einrichtungen, Industrie und Gewerbe sowie der städtische Verkehr.
Grundpfeiler der Klimaschutzaktivitäten sind:
- Energieeinsparung
- Erhöhung der Energieffizienz
- Verstärkter Ausbau der erneuerbaren Energieträger
- Verkehrsvermeidung / - verminderung
Schwerpunkte setzte die Koordienationsstelle von allem in der Informations-
und Bildungsarbeit aber auch in konkreten Klimaschutzaktionen. Besonders
erfreulich ist das große Echo auf die Wander- und Erlebnisausstellung
"Klima verbündet". Auch die wirksame Energieeinsparung
bei öffentlichen Bauten durch die Klimaschutzrichtlinie des Landes
zeigt erste Resultate und die Klimaberichte der Gemeinden erste Früchte,
in dem die bisher ungenutzten Einsparpotentiale langsam ausgeschöpft
werden. Ein positiver Nebeneffekt schafft hier neuen zusätzlichen
Anreiz: nämlich die Kostensenkung und somit Haushaltsentlastung.