Milkon Südtirol setzt auf innovativen Umweltschutz
Anfang Jänner 2006 hat Milkon Südtirol ein Zertifikat nach der internationalen Umweltnorm ISO 14001 erhalten. Die Zertifizierungsstelle der ÖQS in Wien bestätigte damit unsere Bemühungen, die Belastung der Umwelt zu minimieren und das hohe Umweltschutzniveau des Unternehmens zu dokumentieren. Das Zertifikat gilt für sämtliche Bereiche der Betriebe Mila und Senni inklusive Fuhrpark, Detailgeschäfte und Verwaltung.
Die Kosten für Energie, Abwasser, Reinigungsmittel und Abfallentsorgung sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Aus diesem Grund wurde im Frühjahr 2005 beschlossen, ein innovatives Umweltschutzkonzept zu erstellen in dem ermöglicht wird, die Umweltauswirkungen der Molkerei in ihrer Gesamtheit zu erfassen und Schwachstellen, sowie Verbesserungspotentiale aufzudecken. Beispiele sind Abfallvermeidung statt Trennung und sparsamer sowie gezielter Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Der Energieeinsatz, der Wasserverbrauch, der Verbrauch an Reinigungsmittel und der Stromverbrauch pro Tonne Fertigprodukt sollte dadurch in den nächsten drei bis vier Jahren deutlich sinken.

v.l.n.r.: Friedrich Khuen, Prokurist der Quality Austria,
Alfons Alber Obmann Milkon, LR Hans Berger, LR Michl Laimer
Von einem systematisch betriebenen Umweltschutz profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch das Unternehmen selbst: durch erhöhte Rechtssicherheit und ordnungsgemäßen Betrieb von Anlagen, durch die Optimierung von Produkten und nicht zuletzt durch die Einsparung von Ressourcen und damit Senkung der Kosten. Ein funktionierendes Umweltmanagementsystem nach internationalen Richtlinien bedeutet im Verkauf Gewinnung neuer Kunden und Imagegewinn.
Bis zur Zertifizierung im Jänner 2006 mussten unter anderem folgende Punkte behandelt werden:
• Erfassung der betrieblichen Stoff- und Energieflüsse (Erstellung einer Ökobilanz)
• Erstellung eines Katasters mit den vorhandenen Gefahrstoffen
• Erstellung eines Abfallkatasters
• Die Einhaltung aller gesetzlicher Umweltvorgaben
• Erstellung eines Registers mit den erheblichen Umweltauswirkungen
• Festlegung von quantifizierbaren Zielen im Rahmen eines Umweltprogrammes
Auszug aus dem Umweltprogramm 2006 der Milkon Südtirol
| Umweltziel |
Maßnahmen |
Verantwortung |
Termin |
| Reduzierung des CSB im Abwasser um 110 t Schmutzfracht (Werk Bozen) |
Gezieltes Auffangen der Molkereiabfälle, speziell in der Abteilung Joghurt |
Technisches Projektmanagement |
Ende 2006 |
| Reduzierung des Verlustes an Kartonagen um 33% im Vergleich zu 2004 (Abteilung Joghurt) |
Einbindung von Verpackungsmaschinen in die Produktionslinie Joghurt |
Abfallbeauftragter |
Ende Oktober 2006 |
| Reduzierung des Restmülls um 7% auf 53 t in 2006 im Vergleich zu 2004 (Werk Bruneck) |
Getrennte Einsammlung und Entsorgung von Kunststoffen (PS, PP, PE)
Aushänge und Sensibilisierung der Mitarbeiter |
Abfallbeauftragter |
Ende 2006 |
| Reduzierung des Verbrauches von Reinigungsmitteln allgemein um 10% in beiden Werken |
Überprüfung der Dosier-stationen
Überprüfung der Reinigungsvorschriften
Schulung der Mitarbeiter mit externen Referenten |
Gefahrstoffbeauftragter |
Ende 2006 |
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