Das erste Betriebsgebäude ohne CO² Ausstoß von Natualia Bau
Der Klimawandel ist real und durch Aktivitäten des Menschen verursacht. Das haben die Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre nachdrücklich bestätigt. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass ein ungebremster Klimawandel gefährliche Folgen haben würde und dass seine Beherrschung die vielleicht größte umweltpolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellt.
Südtirol, wie auch viele andere Länder nördlich der Alpen vorher, hat in den letzten Jahren versucht v.a. durch die Einsparung im Neubau (Klimahausrichtlinien) den Energiebedarf zu senken.
Die Naturalia-BAU geht mit diesem Projekt einige Schritt weiter. Abgesehen vom niedrigen Energiebedarf, produzieren wir den gesamten Energiebedarf des Verwaltungsgebäudes und der Lagerhalle selbst und absolut Co²-frei.
I. ZIELSETZUNG
Die Errichtung eines Verwaltungsgebäudes (Großteils aus nachwachsenden Rohstoffen) und einer Lagerhalle, die am Ende eines Sonnenjahres keinerlei C0² produziert haben und somit keinerlei Belastung für die Umwelt darstellt. (Baubeginn: Oktober 2007 – bezugsfertig: Mai 2008)
II. KONZEPT
Die Realisierung eines Büro- und Verwaltungsgebäudes nach dem Null-Emissionskonzept. Südtirol als Vorreiter bei der Energieeinsparung im Wohnungsneubau, wird mit unserem Gebäude auch das erste Null-Emissions-Firmengebäude Italiens beherbergen.
Wir gehen weg von der Strategie, so enig wie möglich an Energie aufzuwenden, hin zur ökologischsten Form. Wir Verbrauchen weder fossile noch nachwachsende Rohstoffe und Verschmutzen, da keinerlei Verbrennung stattfindet, auch nicht die Luft.
Das Pünktchen auf dem „i“: zusätzlich zum Energiekonzept wird das gesamte Verwaltungsgebäude aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.
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Das tragende Gerüst wird ein Holzrahmenbau sein, der vorwiegend mit
Holzweichfaserplatten und Flachsdämmplatten gedämmt wird. |
III. HINDERNISSE
Das gesamte Gebäude ist aufgrund logistischer und urbaner Gründe nach Norden ausgerichtet. An der Süd- und Ostseite grenzt das Gebäude an eine Halle. Daraus ergibt sich der erschwerende Umstand, auf keinerlei solare Einträge für eine positive Energiebilanz zurückgreifen zu können.
IV. DIE VIER STANDBEINE DER ENERGIESTRATEGIE
1. Geringer Heizwärmebedarf
Dieser wird über eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle gewährleistet.
a) Außenwand: Die Holzrahmen-Außenwand wird mit 16 cm Flachs Marke NaturaFLAX gedämmt. Zusätzlich wird dieses Holzelement außen nochmals mit 10 cm Holzweichfaserplatten der Firma Pavatex überdämmt.
b) Fensterflächen: diese werden mit 3-Kammern Isolierglas ausgeführt. U-Wert = 0,5 W/mK
c) Dachflächen: 30 cm Holzweichfaserplatten Marke Pavatex
d) Decke gegen Erdreich: 15 cm Dämmung aus Glasschaumdämmplatten
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NaturaFLAX – der natürliche Flexible Dämmstoff aus Flachsfasern und Kartoffelstärke |
PAVATEX – Schweizer Holzfaserplatten |
Wärmeschutzverglasung |
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2. Heizen und kühlen
Die Versorgung mit Wärme im Winter und der Kühlung im Sommer erfolgt über eine geothermische Anlage. Die Erdsonden versorgen die Wärmepumpe mit der Basisenergie, welche über Wandheizungselemente für die Klimatisierung sorgt. Verglichen mit anderen regenerativen Energieformen ist die Geothermie meteorologischen Schwankungen nicht unterworfen und stellt ihr Ängebot gleichmäßig und verlässlich zu Verfügung. |
3. Automatischer Luftaustausch
Eine moderne Lüftungsanlage sorgt für den nötigen Luftaustausch im Gebäude und sichert durch die Wärmerückgewinnung, dass kaum Energie durch den Luftwechsel verloren geht. Durch die konstante Versorgung mit Frischluft wird ein wesentlich besseres Raumklima (sauerstoffreiche Luft, Abfuhr verbrauchter Luft und Feuchte) erreicht als mit Fensterlüftung. |
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4. Erzeugung von elektrischer Energie
Auf dem Flachdach des Betriebsgebäudes wird eine Photovoltaikanlage installiert, welche nicht nur den Strombedarf der Wärmepumpe und der Lüftungsanlage, sondern auch der gesamten Beleuchtung und aller elektrischer Elemente gewährleistet. Im Verwaltungsgebäude und der anliegenden Lagerhalle. |
V. DIE MATERIALWAHL
Der überwiegende Teil der Baumaterialien sind nachwachsenden Rohstoffen. Ein kleiner Teil wird durch mineralische naturbelassene Baustoffe ergänzt. Als Dämmstoffe dienen Holzfaserplatten von Pavatex und Flachsdämmstoffe der Marke NaturaFLAX. Der tragende Teil ist aus unbehandeltem Holz und die Oberflächen im Innenraum sind zum Großteil mit hochwertigem
Lehm/Tonputz veredelt. Der drei Zentimeter dicke Tonputz eignet sich durch seine Masse ausgezeichnet für die Wandheizung, welche im Winter als Heizung und im Sommer als Kühlung arbeitet. Die Strahlungswärme sorgt für ein angenehmes Raumklima, Lehm und Holz regulieren die Luftfeuchtigkeit.
Mittels drastischen Einsparmaßnahmen und den erneuerbarer Energien kann die globale Energieversorgung auf Dauer umweltverträglich, risikoarm und erschwinglich gesichert werden. Mit unserem neuen Firmengebäude wollen wir aufzeigen, was heute schon mit einem geringen finanziellen Mehraufwand im alpinen Raum möglich ist und hoffen schon bald viele Nachahmer zu finden.
| Daten des Neubaus der NATURALIA |
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| beheizte, gekühlte und gelüftete Nettofläche |
735 m² |
| beheiztes, gekühltes und gelüftetes Volumen |
2.350 m³ |
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| Heizung |
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| Heizleistung für die Beheizung des Gebäudes |
35 kW |
| Heizenergie für die Beheizung des Gebäudes |
21.000 kWh/a |
| Heizkennzahl |
28,6 KWh/m²a |
| Mittleres COP einer geothermischen Wärmepumpenanlage |
3,8 |
| Elektrische Energie für den Betrieb der Wärmepumpe für die Beheizung im Winter |
5.500 kWh el./a |
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| Sommerliche Kühlung |
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| Kühlleistung für die sensible und latente Kühlung |
30 kW |
| erforderliche Kühlenergie |
15.000 kWh/a |
| Mittleres COP einer geothermischen Wärmepumpenanlage in Kühlfunktion |
4,2 |
| Elektrische Energie für den Betrieb der Wärmepumpe für die Kühlung im Sommer |
3.600 kWh el./a |
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| Elektrische Energie für die gesamte Klimatisierung |
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| Elektrische Energie für den Betrieb der Wärmepumpe für die Beheizung im Winter |
5.500 kWh el./a |
| Elektrische Energie für den Betrieb der Wärmepumpe für die Kühlung im Sommer |
3.600 kWh el./a |
| Elektrische Energie für die Hilfsbetriebe (Pumpen usw.) |
5.000 kWh el./a |
| Gesamtsumme elektrischer Energie für die Klimatisierung |
14.100 kWh el./a |
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| Geothermische Erdwärmeanlage |
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| Erdsonden für die Klaimatisierung der Naturalia Bau: 10 Sonden zu je 85 m Teife |
850 m |
| Elektrische Aufnahme für den Betrieb der Wärmepumpe, Anteil Naturalia Bau |
12 kW |
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| Beleuchtung und Verbrauch elektrischer Energie für die Computer |
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| Elektrische Energie füpr die Beleuchtung |
7.350 kWh el. |
| Elektrische Energie für die Arbeitsplätze |
5.000 kWh el. |
| Elektrische Energie für Beleuchutng und Arbeitsplätze |
12.350 kWh el. |
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| Fotovoltaikanlage |
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| Installierte elektrische Leistung für die Klimatisierung |
13 kWp |
| Installierte elektrische Leistung für die Beleuchtung und den Betrieb der Arbeitsplätze |
11 kWp |
| Summe der installierten elektrischen Leistung |
24 kWp |
| Gesamtfläche der Fotovoltaikanlage |
192 m² |
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Naturalia Bau GmbH
Kuperionstr. 6 - 39012 Meran
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