Plattform IHR - Informationssystem zu hydrogeologischen Risiken
Gefördert im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Interreg III A Italien/Österreich
Informationen unter: www.interreg.net
und
Amt
für europäische Integration
Im Umgang mit Naturgefahren ist man zunehmend versucht, dem von der Alpenkonvention
geforderten Prinzip des nachhaltigen Entscheidens und Handelns gerecht zu
werden. Die knapper werdenden Mittel für Sicherungsmaßnahmen und der Wunsch
nach einem nachhaltigen Umgang mit Naturgefahren erfordern eine bestmögliche
Nutzung der vorhandenen Ressourcen und damit eine Setzung von Prioritäten
bei der Planung von Schutzmaßnahmen.
Die
"Plattform IHR - Informationssystem zu hydrogeologischen Risiken"
soll eine Grundlage für diese Strategie eines nachhaltigen Umgangs mit Naturgefahren
und die bestmögliche Nutzung der vorhandenen Ressourcen bilden. Im Rahmen
der "Plattform IHR" wird das zu Naturgefahren vorhandene Wissen gesammelt
und in einem Informationssystem den Interessierten zur Verfügung gestellt.
Damit wird ein einheitliches Instrument für die Erkennung von Konfl ikten
zwischen Natur und menschlichen Aktivitäten entwickelt und eine Setzung
von Prioritäten bei der Lösung dieser Nutzungskonfl ikte ermöglicht. Die
neu genehmigten Interreg IIIA - Projekte mit den Namen
"Entwicklung
und Anwendung eines Systems zur überregionalen Erkennung und Bewertung hydrogeologischer
Risiken" (Interreg IIIA Italien - Schweiz) und "Entwicklung eines
Informationssystems für Naturraumpotenziale" (Interreg IIIA Italien - Österreich)
füllen den Begriff "Plattform IHR" mit Inhalt. In diesen beiden Interreg-Projekten
sollen Strategien und Methoden zur Verwirklichung der oben genannten Ziele
entwickelt werden.
Im Projekt
"Entwicklung eines Informationssystems für Naturraumpotenziale"
(Interreg IIIA Italien - Österreich) wird ein Informationssystem für Naturraumpotenziale
geschaffen, das die Anwendung einer standardisierten Strategie im Umgang
mit hydrogeologischen Risiken erlaubt. Die verschiedenen in der Landesverwaltung
im Einsatz stehenden Datenbanken zu Naturgefahren sollen verknüpft und mit
neuer Information gefüllt werden. Die Abfrage der Daten soll mittels einer
Benutzeroberfl äche mit GIS-Funktionalitäten erleichtert werden. Durch die
sofortige Verfügbarkeit aller relevanten Daten soll die Beurteilung hydrogeologischer
Risiken für die Verantwortungsträger erleichtert werden.
Im Projekt
"Entwicklung und Anwendung eines Systems zur überregionalen
Erkennung und Bewertung hydrogeologischer Risiken" (Interreg IIIA
Italien - Schweiz) soll ein die verschiedenen mit Naturgefahren befassten
Dienststellen übergreifendes System entwickelt werden, das einen großräumigen
Überblick über hydrogeologische Risiken erlaubt. Es soll eine GIS-basierte
Methode zur Abgrenzung der durch Naturgefahren betroffenen Flächen und die
Bewertung des durch die Gefährdung resultierenden Schadenpotenzials entwickelt
werden. Die langjährigen Erfahrungen der Schweizer Behörden können durch
Know-how-Transfer eingebunden und innerhalb des Projektes diskutiert werden.
Damit soll eine Stärkung der Beziehungen zwischen den betroffenen und mit
Naturgefahren befassten Dienststellen erreicht werden.
Abteilung Wasserschutzbauten
Cesare Battististr. 23 - 39100 Bozen
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