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Klimahouse 2013

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Südtirol setzt auf grüne Energie

Die fossilen Energieträger gehen ihrem Ende entgegen, sind von den Kosten her zu teuer und sind alles andere als umweltfreundlich. Bioenergie hingegen hat gegenüber den herkömmlichen Energieträgern Erdöl, Erdgas und Kohle den entscheidenden Vorteil erneuerbar, das heißt nachwachsend und CO²-neutral zu sein.

Sonnenenergie
Unser Land hat im Bereich Sonnenenergie mit einer Kollektorfläche von 0,33 m² pro Einwohner einen der höchsten Durchschnittswerte europaweit. Im nationalen Vergleich wurde auf den Dächern Südtirols ein Drittel der gesamten Sonnenkollektorfläche Italiens installiert, dank vor allem einer weitsichtigen Förderungspolitik in den letzten Jahrzehnten.

Haus und Wäremdämmung
Ein warmer Mantel ist das Um und Auf, die Heizmethode ergibt sich dann von selbst. Es war schon immer und ist ein Tätigkeitsschwerpunkt des Landesumweltressorts, die optimale Wärmedämmung der Gebäude zu forcieren. Bei Neubauten sind wir mit unserer Klimahaus-Initiative bereits bei einem sehr guten Punkt angelangt, wenn man bedenkt, dass seit Jänner 2005 per Landesgesetz der Mindestenergiestandard eines KlimaHauses C in Südtirol zwingend vorgeschrieben ist. Was wir jetzt noch angehen müssen, ist die energetische Sanierung bei bestehenden Gebäuden in unserem Land, welche einen Großteil des gesamten Hausbestandes ausmachen und teilweise bis zum Zehnfachen der Energie eines Klimahauses verbrauchen. Deshalb haben wir die energieeffiziente Altbausanierung zu einem Schwerpunktthema unserer Arbeit gemacht.

Biomasse
Biomasse – im Falle Südtirols Holz - als Brennstoff hat mehrere Vorteile. Zum einen als nachwachsender Rohstoff die lokale Verfügbarkeit, sowie kurze Transportwege und damit die Stärkung der heimischen Wirtschaft. Zum anderen ergibt sich eine komfortable Feuerung in automatisch beschickten Anlagen. Und schließlich sind Hackschnitzel oder Pellets ungemein umweltverträglich, da CO²-neutral und vom Preis her günstig im Vergleich zu herkömmlichen, fossilen Energieträgern.

Unsere Zukunft in der Energieversorgung
Unser Bestreben ist, in den nächsten Jahren so energieunabhängig wie möglich zu werden, den Anteil an erneuerbaren Energien stetig zu steigern (derzeit liegen wir bei über 50% unseres Gesamtenergiebedarfs ohne Verkehr) und aus dieser Vorbildfunktion für andere Regionen Europas den größtmöglichen ökonomischen Nutzen zu ziehen. Das heißt anders ausgedrückt, Südtirol über die Grenzen hinaus zu einem Musterland in Sachen nachhaltiger Energieerzeugung und technologischem Know How zu machen und so viele Synergien wie möglich zu erzeugen, indem wir die lokale Wertschöpfung steigern und neue, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen.

Landesrat Michl Laimer Der Landesrat
Michl Laimer