VOG, den Schutz der Umwelt im Visier
Liebe zur Heimat und ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur liegt den Produzenten der 21 Südtiroler Obstgenossenschaften des VOG natürlich im Blut. Anbau, Verarbeitung und Lagerung der Früchte stehen schon seit geraumer Zeit im Mittelpunkt eines intensiven Rationalisierungsprogramms, das unnötige Kosten vermeiden und den Erhalt der Ökosysteme sichern soll, in denen die Produktionsabläufe der Genossenschaft stattfinden.

Dies beginnt in den Obstanlagen der Apfelproduzenten, in denen die Techniken des integrierten und biologischen Anbaus zur Anwendung kommen, welche den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bedeutend verringern. Durch Innovationen wie die Verwirrung von Schädlingen, wie beispielsweise dem Apfelwicklern, durch Sexuallockstoffe sowie die Einführung der Kontrollpflicht für Spritzgeräte ließ sich die Anzahl der Behandlungen verringern und die Menge der verwendeten Pflanzenschutzmittel pro Hektar deutlich reduzieren.
Weitere Maßnahmen griffen in den Genossenschaften beim Sortier- und Abpackvorgang der Äpfel: Um den Wasserverbrauch zu reduzieren, wird das Transportwasser jetzt gefiltert und aufbereitet. Dadurch kann das Wasser längere Zeit im Kreislauf wiederverwendet werden, wodurch eine Einsparung um bis zu 85 % erzielt werden konnte.

In den Kühlzellen für die Lagerung der Äpfel ließ sich mittels Computer gesteuerter Hintereinanderschaltung der Kompressoren des Kühlkreislaufes (eine Technologie, die bei den Genossenschaften des VOG seit 1994 eingesetzt wird) sowie die Reduzierung der Menge eingelagerter Früchte pro Kühlzelle von 400-500 t auf 200-300 t der Verbrauch der für die Kühlung erforderlichen Energie optimieren. Die Anwendung der Lagermethoden LO (Low Oxygen) und ULO (Ultra Low Oxygen) hat ferner die Senkung des in den Kühlzellen vorhandenen Sauerstoffs um nahezu 20 % ermöglicht. All dies sowie eine konstante Modernisierung der von den VOG-Genossenschaften angewandten Lagertechnologie und der Isolierung der Lagerräume äußert sich in einer beachtlichen Einsparung von Erdgas und einer drastischen Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes.
Im Bereich alternative Energien machen sich die Genossenschaften die fast 300 Sonnentage pro Jahr zu Nutze und initiierten Projekte für Fotovoltaikanlagen zur Gewinnung sauberer Energie. Drei Genossenschaften haben bereits Paneele zur Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom installiert, weitere sechs werden dies bis 2009 umsetzen.
Der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften ist in den letzten Jahren den Weg des Umweltschutzes gegangen. Er wird diesen auch in Zukunft erfolgreich beschreiten und zahlreiche Investitionen zum Schutz der natürlichen Ressourcen tätigen. Ein lebenswichtiges Engagement für die Obstproduzenten und ihre Organisationen, die eben von der Einzigartigkeit und Einmaligkeit des Südtiroler Ökosystems profitieren.
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