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Wasser-Spartipps

Etwa 130 Liter entnehmen wir pro Tag und Person im Haushalt aus der Trinkwasserleitung. Tatsächlich zum Trinken und Kochen nutzen wir davon lediglich 3 bis 4 %. Reduzieren Sie den Trinkwasserverbrauch, indem Sie sparsam damit beim Spülen, Putzen, Waschen, Gießen, Autowaschen und auf dem WC umgehen. Aber trinken Sie dafür gerne Mal etwas mehr Trinkwasser. Schon ohne körperliche Anstrengungen sollten wir mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit - ohne Kaffee und Alkohol - pro Tag zu uns nehmen.

Beim Händewaschen stellt man meist das Wasser einmal an und erst wenn die Hände fertig abgewaschen sind wird das Wasser wieder abgestellt. Etwa 15 – 20 Liter fließen dabei ungenutzt ab, während man sich die Hände einseift. Drehen Sie das Wasser öfters ab, bei gleicher Hygiene kann so der Wasserverbrauch beim Händewaschen um bis zu 70 % reduziert werden. Bei stark frequentierten Waschbecken kann eine elektronische Wasserarmatur den Wasserfluss steuern, so dass es nur dann Wasser marsch heißt, wenn man die Hände direkt unter die Armatur hält. Das An- und Abstellen des Wassers erfolgt berührungslos.

Eine verschwenderische Waschmaschine steigert gegenüber einem sparsamen Gerät (gute Energie-Effizienz-Klasse A) den Stromverbrauch um bis zu 60 % und den Wasserverbrauch um bis zu 160 %. Bei Geschirrspülmaschinen sind beim Strom- und Wasserverbrauch je bis zu 75 % drin. Wenn bei Geschirrspül- oder Waschmaschine eine Neuanschaffung ansteht, achten Sie deshalb auf die Verbrauchswerte und darauf, dass spezielle Wasser und Strom sparende Programme zur Verfügung stehen.

Man kann die Wassermenge senken, die pro Minute durch einen Wasserhahn fließt, indem man Luftsprudler verwendet. Bei Luftsprudlern wird dabei dem Wasser mehr Luft beigemischt, so dass der Wasserstrahl so füllig bleibt wie zuvor, obwohl weniger Wasser durchfließt. Der Wasserfluss wird so von ca. 15–20 Liter pro Minute auf rund 10 Liter pro Minute begrenzt. Das heißt, dass der Wasserverbrauch um 30-50% geringer ist, bei gleichem Komfort.

Für ein Vollbad in der Badewanne benötigt man rund 140 Liter Wasser. Das ist auf einmal annähernd so viel Wasser, wie ein deutscher Normalbürger durchschnittlich an einem ganzen Tag verbraucht. Beim Duschen hingegen fließen pro Minute lediglich etwa 20 Liter Wasser; und bei Verwendung einer Durchlaufmengenbegrenzung sogar noch weniger. Besser ist es also, das Duschen dem Baden vorziehen; das reduziert den Wasserverbrauch um jeweils etwa 60-80 Liter und damit um ca. 60%. Also: lieber seltener und dafür mit Genuss baden.

Auch Durchflussmengenbegrenzer in der Dusche können den Wasserverbrauch um 3 - 6 Liter = 20 - 35% pro Minute verringern; und das bei gleichem Komfort. In so genannten Sparbrausen sind Durchflussmengenbegrenzer oder Luftsprudler schon integriert und lassen so eine Ersparnis bis zu 50% zu. Hinweis: Für drucklose Speicher und auch für Durchlauferhitzer sind solche Begrenzer jedoch nicht geeignet, da der normale Fließdruck erhalten bleiben muss, um Störungen an den Geräten zu vermeiden!

Wenn man beim Duschen die Duschzeit kurz hält, kann man den Wasserverbrauch um ca. 20 Liter oder rund 30% je Duschvorgang reduzieren. Das bedeutet freilich nicht, dass man nur noch in Rekordzeit Duschen darf! Aber die Zeit, während derer das Wasser fließt kann verkürzt werden. So sollte man während des Einseifens das Wasser abstellen und kann sich so in aller Ruhe waschen, um erst zum abschließenden Abspülen das Wasser erneut anzustellen.

Während des Zähneputzens und auch beim Nassrasieren läuft oft minutenlang ungenutzt das Wasser in den Abfluss. Das ist unnötig. So sollten Sie beim Zähneputzen einen Becher verwenden, der gleich zu Beginn mit Wasser gefüllt wird und dessen Inhalt ausreicht, den Mund auszuspülen und auch noch die Zahnbürste zu reinigen. Und beim Nassrasieren ist es Wasser sparend, wenn Sie gleich am Anfang Wasser in das Waschbecken mit verschlossenem Ausguss fließen lassen.
Platsch ... platsch ... platsch ... . Es ist ja nicht so, dass einen nur das tropfende Geräusch eines Wasserhahns auf Dauer nerven würde. Nein, auch die steigenden Kosten bei der jährlichen Rechnung des Wasserversorgers werden einen stören. Denn ein Wasserhahn der tropft kann über das Jahr gerechnet sehr viel Wasser kosten. Ein Tropfen pro Sekunde ergibt rund 1 Liter ungenutztes Wasser nach 5 1/2 Stunden. Rein rechnerisch sind das rund 1.580 Liter in einem Jahr. Für die Einsparung dieser unnötigen Kosten lassen sich tropfende Wasserhähne (und andere undichte Wasserinstallationen) reparieren.

Circa 15 % des Trinkwassers im Haushalt fließt in die Waschmaschine und kommt als Schmutzwasser wieder heraus.
Hier stehen Ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Wasserschonung zur Verfügung:
• Starten Sie die Waschmaschine nur voll beladen.
• Nutzen Sie nach Möglichkeit Wasser und Energie sparende Waschprogramme.
• Behandeln Sie schwierige Flecken mit Gallseife vor.
• Waschmittel im Baukastenprinzip (waschaktive Substanz, Wasserenthärter, Bleichmittel) kann man viel genauer nach Bedarf dosieren.
• Orientieren Sie sich bei Ihrer Dosierung zunächst einmal an der Untergrenze des jeweiligen Härtebereichs (den Härtebereich erfahren Sie bei Ihrem Wasserversorger). Ist das Waschergebnis nicht zufrieden stellend, können Sie beim nächsten Mal die Dosis immer noch erhöhen.
• Dosieren Sie das Waschmittel nach der bewährten Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich".
Für leicht und normal verschmutzte Wäsche reicht oft 1/3 weniger als auf der Waschmittelpackung
angegeben ist vollkommen aus.
• Verzichten Sie auf Weichspüler und andere Zusatzstoffe.
Knapp 45 Liter und damit rund ein Drittel des persönlichen Wasserbedarfs einer Person werden bei alten Spülkästen täglich durch die Toilettenspülung verbraucht (bei 5 Benutzungen pro Tag). Grund genug zum Um- bzw. Nachrüsten. Durch eine Zwei-Mengen-Spülung oder eine Spül-Stopp-Taste im WC werden nur 3 bzw. 6 Liter statt konstant 6 oder sogar mehr als 10 Liter Wasser pro Spülgang ver-braucht. Bei gleicher Hygiene kann der Wasserverbrauch hier also um 30 - 50% reduziert werden. Eine 4-köpfige Familie kann so bis zu 40'000 Liter Trinkwasser sparen. Damit amortisieren sich die Umbaukosten meist in weniger als einem Jahr!

Gemüse oder Salat sollten vor Zubereitung und Verzehr abgewaschen werden. Viele machen dies unter fließendem Wasser, damit alles gleich direkt in den Abfluss fortgespült wird. Nehmen Sie besser eine Schüssel, füllen sie mit Wasser und geben das Gemüse
oder den Salat hinzu. Wenn das Ganze dann so noch einige Minuten stehen bleibt, lässt sich der inzwischen aufgeweichte Schmutz gleich viel leichter abwaschen. Tropfen Sie die Lebensmittel anschließend in einem Sieb gut ab. Das Wasser in der Schüssel kann häufig noch als Gießwasser verwendet werden.

Geschirrspülmaschinen sind besser als Hände! Hier ein Rechenbeispiel: um 12 Gedecke von Hand zu spülen benötigt man bis zu 50 Liter Wasser sowie 2,5 kWh Strom, um dieses Wasser zu erwärmen. Eine Geschirrspülmaschine benötigt jedoch durchschnittlich nur ca. 19 Liter Wasser und lediglich 1,4 kWh Strom für die gleiche Menge an Geschirr. Das bedeutet eine deutliche Einsparung von bis zu 31 Liter kostbarem Trinkwasser sowie von 1,1 kWh Strom. So können Sie spülend Energie nud Wasser sparen!

Etwa ein Viertel des täglich Wasserverbrauchs rauscht durch unsere Toiletten. Und auch für Garten und Rasen wird einiges an Wasser gebraucht. Sie können große Mengen von Trinkwasser einsparen, indem Sie auf Ihrem Grundstück eine Zisterne einbauen
und Regenwasser für Garten und auch Toilettenspülung nutzen.