Das Südtiroler Umweltportal

Unternehmen, Informationen, Produkte, der Biosektor, u.v.m.

LANDESAGENTUR FÜR UMWELT - AGENZIA PROV. PER L’AMBIENTE
Wenn sie Umweltprodukte oder Dienstleistungen anbieten und kostenlos in die Datenbank aufgenommen werden möchten, füllen sie bitte hier unser Formular aus.

Lanarepro GmbH/Srl

www.eurotrias.it

www.leitnersolar.it

ProContracting

BACK



Weniger Feinstaub - Weniger Kranke

Richard TheinerJedes Jahr könnten in Bozen 56 Krankenhausaufenthalte vermieden werden, wenn die Luftverschmutzung durch Feinstaub auf dem EU-Grenzwert von 20 µg/m3 gehalten würde. Dies ist einer der Schlüsse, zu dem eine Langzeitstudie des Amtes für Umweltmedizin kommt.

Den Zusammenhang zwischen Feinstaubbelastung (PM10) und Krankheitsfällen ermittelt eine epidemiologische Langzeituntersuchung der Abteilung Umweltmedizin im Gesundheitsressort von Landesrat Richard Theiner. Der jeweils aktuelle Stand der Feinstaubbelastung vor Ort wird in Bezug gesetzt zu bestimmten Krankenhausdaten. Genauer zur Anzahl von Todesfällen und Einlieferungen von Patienten mit Atemwegserkrankungen, Herzproblemen und Schlaganfällen. Eine erste Langzeitstudie wurde vier Jahre hindurch (2000-2004) in den Gemeinden Bozen, Meran, Brixen, Bruneck, Sterzing und Latsch mit insgesamt 170.000 Einwohnern durchgeführt. Zugrunde gelegt wurden die täglichen Messwerte zur Luftverschmutzung (SO2, NO2, CO, PM10, O3) der Umweltagentur.

Verbindung Feinstaub PM10 - Krankenhausaufenthalte
Besonders eindrucksvoll ist der Zusammenhang zwischen hohen Konzentrationen von PM10-Partikeln und den oben genannten Erkrankungen In der Stadt Bozen. Steigen die die PM10-Partikel in der Luft um 10 µg/ m3, dann entspricht das einer durchschnittlichen Zunahme von 12% der täglichen Einlieferungen im Krankenhaus Bozen aufgrund Beschwerden der Atemwege in der Patientengruppe von 65 bis 74 Jahre. Mit anderen Worten: Jedes Jahr könnten in Bozen 56 Krankenhausaufenthalte vermieden werden, wenn die tatsächliche Luftverschmutzung nicht durchschnittlich 32,10 µg/m3 PM10 wäre, sondern auf dem EU-Grenzwert-Norm von 20 µg/m3 gehalten würde.

Bozen "Wir haben die Beobachtungsstelle für Umweltmedizin eingerichtet, um die Auswirkungen von örtlichen Umweltbelastungen auf die Gesundheit der Bürger/Innen zu erforschen. Die Daten zeigen, dass eine wissenschaftlich arbeitende Umweltmedizin in Südtirol nützlich und ausbaufähig ist, " meint der Landesrat für Gesundheit, Richard Theiner zu den Ergebnissen der mit größter wissenschaftlicher Akkuratesse geführten Studie. "Wir können nachweisen, dass auch unser eigener Ausstoß von Feinstaub zu messbar mehr Schadensfällen führt. "Jeder ist aufgerufen, das seine beizutragen, um die Umweltbelastung zu verringern", appelliert der Landesrat für Gesundheit an die Bürgerinnen und Bürger.


Abteilung Gesundheitswesen Abteilung Gesundheitswesen
Tel. 0471 41 15 50

www.provinz.bz.it/gesundheitswesen