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Weniger ist mehr - Kampagne zur Abfallvermeidung 2004

„Weniger ist mehr“ lautet die Botschaft, die Umweltlandesrat Michl Laimer im Jahr 2004 lanciert und damit den Startschuss gibt für eine breit angelegte Kampagne auf Landesebene. „Wir wollen das Bewusstsein schaffen, dass es ein Gewinn für alle ist, Abfälle zu vermeiden“. Mit trendigen Initiativen sollen die Verbraucher auf der einen und die Produzenten auf der anderen Seite motiviert werden, vom Nutzen eines neuen Umweltbewusstseins zu profitieren. Mit im Boot sind neben dem Land auch fast alle Bezirksgemeinschaften, welche konkrete Aktionen zum Vermeiden und Vermindern von Abfällen anbieten und so den direkten Draht zur Bevölkerung herstellen.

Um die Inhalte der Kampagne „Weniger ist mehr“ zielgerichtet unter die Leute zu bringen, bedient sich das Landesumweltressort einer Medienkampagne im Fernsehen, über Radiosender und diverse Printmedien, aber auch vieler großformatiger Poster und einer auffälligen Plakatwerbung auf Bussen, auf Müllwägen usw. In der Tat stellen alle beteiligten Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und andere Institutionen wie die Ecocenter AG und die SEAB in Bozen, sowie die Stadtwerke von Meran und Brixen ihre Müllfahrzeuge als Werbefläche für die Initiative zur Verfügung.

Online-Secondhand-Markt
Unter der Internetadresse www.provinz.bz.it/trend hat die Landesumweltagentur ein Portal eingerichtet, in dem gebrauchte Gegenstände verschenkt, getauscht, ver- und gekauft werden können oder zur Versteigerung angeboten werden. Ziel dieser konkreten Online-Aktion ist es, den Wert von gebrauchten Gegenständen zu erhöhen, die Bürger zu einem kritischen Konsumdenken zu bewegen und dadurch wiederum Müll einzusparen.

Das Trend-Büro
Diese Initiative beabsichtigt, in allen öffentlichen Ämtern die Verwendung von Recyclingpapier und von Recyclingtonern voranzutreiben und überall die getrennte Sammlung des Mülls einzuführen. Die an der Abfallvermeidungskampagne beteiligten Gemeinden und Bezirksgemeinschaften haben sich bereit erklärt, die getrennte Müllsammlung verpflichtend einzuführen und jene Büros zu prämieren, welche mindestens 70 % Recyclingpapier und – toner verwenden.

Recyclingpapier in der Schule
Mit Beginn des neuen Schuljahrs 2004/2005 sollen nach der Vorstellung des Umweltassessorates die Schulen Südtirols nur mehr Recyclingpapier verwenden und damit bei den jungen Leuten die Verantwortung der Umwelt gegenüber verbessern.

Umwelterziehung in der Schule
Mit Erfolg werden bereits seit einigen Jahren zwei konkrete Initiativen zur Sensibilisierung der Volks- und Mittelschüler in Hinblick auf die Abfallvermeidung angeboten. Es handelt sich dabei um die Wanderausstellung „Mehr oder weniger Abfall“ und um das Comic-Heft „Isabella - Eine Müllgeschichte mit Monster“. In beiden Fällen werden die Kinder auf spielerische Art und Weise an das komplexe Thema Müll herangeführt. Neu dazu kommt jetzt, dass immer auf der Internetseite www.provinz.bz.it/trend sämtliche Informationen über die beiden Angebote abgefragt werden können. Außerdem können interessierte
Privatpersonen und Lehrer so genannte Arbeitsblätter herunterladen, welche eine Hilfestellung für eigene, neue Schulinitiativen und Spiele im Umweltbereich bieten.

Kinder gegen Müll
Die Landesumweltagentur hat zwei Vereinen und zwar dem Verein für Kinderspielplätze (VKE) und dem Verein ARCI Ragazzi den Auftrag erteilt, ihre fixen Spielstrukturen so anzupassen, dass sie dem Thema der Abfallvermeidung entgegenkommen. Die Kinder werden sozusagen zu Akteuren gegen den Müll. Mehrere Events dazu gibt es in den Städten Bozen, Meran und Brixen im Laufe des Jahres.

Fest ohne Müll
Stellen Sie sich vor, dass beispielsweise beim Brixner Altstadtfest täglich 10 Tonnen Abfall anfallen. Um solchen untragbaren Situationen zu begegnen, wird das Projekt „Fest ohne Müll“ lanciert. Beim diesem Projekt geht es darum, dass anstelle des Wegwerfgeschirrs auf Festen und Partys der Trend zu abwaschbarem und somit wieder verwendbarem Geschirr eingeleitet wird. Das Umweltassessorat stellt dazu mobile Geschirrspülautomaten zur Verfügung.

Das Umweltsiegel im Lebensmittelhandel
Das Umweltsiegel im Lebensmittelhandel gibt es bereits seit dem Jahre 1996. Mittlerweile gibt es 58 Geschäfte in ganz Südtirol, welche das Umweltsiegel führen. Mit ihm verpflichtet sich das Geschäft zur Einhaltung strenger Umweltrichtlinien. Wer wissen will, wo sich ein solches Umweltsiegelgeschäft in seiner Nähe befindet, kann dies nun unter der Internetadresse www.provinz.bz.it/trend abfragen. Zusätzlich erhält er Informationen über Kochrezepte mit ökologischen Lebensmitteln oder mit solchen aus dem fairen Handel und kann Tipps und Tricks über einen umweltfreundlichen Hausputz abrufen

Amt für Abfallwirtschaft
Tel. 0471 41 18 80

www.provinz.bz.it/umweltagentur/2906